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Faszination Drachenboot - Eine Chronik


2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

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Januar/ Februar

In diesem Jahr hat sich „Väterchen Frost“ wohl verirrt. Statt im fernen Sibirien hat er sich das Ruppiner Land als Wahlheimat ausgesucht. Knackige Minusgrade und sagenhaft viel Schnee lassen Kinderaugen leuchten und Hausbesitzer keuchen.
Und der Winter will nicht weichen.
Gemeinsam mit lieben Gästen wird das neue Jahr bei einem Empfang begrüßt. Der Versammlungsraum „bricht aus allen Nähten“. Glühwein geht besser als Sekt, was an den beschriebenen Temperaturen liegt.

März/ April

Spannung liegt in der Luft. Die Vorstandswahlen stehen an.
Mit unserem „Häuptling Ober-Locke“, dem „Vereinsschatzi-Hannelore“ und der „Partymaus-Step“ treten drei bewährte Vorstandsmitglieder wieder an und werden gewählt. Neu dabei ist unser „Bruchpilot-Alex“, der sich zukünftig speziell um die Vereinsjugend kümmern soll.
Die Mitgliederstruktur ist recht stabil, wogegen die Zahlungsmoral bezüglich der Mitgliedsbeiträge zu wünschen übrig lässt.

Nach sehnsüchtigen Warten bricht das Eis auf und die Temperaturen steigen
Kein Aprilscherz. Am Gründonnerstag, dem 1. April, wird erstmalig das Boot zu Wasser gelassen. Ein schöne Tour bringt uns nach Alt-Ruppin, um in der dortigen Werft unseren Roten Max auf Vordermann zu bringen. Der Frühlingsabend klingt bei Gegrilltem, Lagerfeuer und „Osterwässerchen“ gemütlich aus.

Die nächsten Wochen sind geprägt durch hartes Aufbau- und Ausdauertraining. Am 17. und 18. April erfolgt ein erstes Trainingslager. Die letzte Woche im April erhält die Crew den Feinschliff und die Endabstimmung für den 1. Saisonhöhepunkt, das Mai- und Hafenfest in Neuruppin.

Wenige Tage zuvor paddeln aber schon Teammitglieder beim Projekt „Rudern gegen Krebs“ während einer Schauveranstaltung vor dem Reichstag in Berlin gemeinsam mit Patienten und Kolleginnen und Kollegen der Ruppiner Kliniken.

Mai- und Hafenfest

Zum Kampf- und Feiertag der Werktätigen startet der Rote Max und die Red Sister gemeinsam mit knapp 80 anderen Mannschaften beim diesjährigen Mai- und Hafenfest.

Die Konkurrenz wird immer größer und besser. Mannschaften reisen aus fast allen Teilen der Bundesrepublik an. Auf welchem Event erlebt man auch 10 Drachenboote nebeneinander in einem Finallauf.

Die beste Zeit aus 2 Vorläufen entscheidet in welchem Finallauf man antreten darf.
Trotz für unsere Verhältnisse Top-Zeiten reicht es leider wieder nur für das B-Finale im Mixed-Bereich. Das Team konzentriert sich deshalb für den zum zweiten Mal ausgefahrenen Stadtwerke-Cup. Eine gesonderte Kategorie für die Neuruppiner Mannschaften. In einem spannenden Lauf wird der 2. Platz eingefahren. Sportlich (?) geschlagen vom Team Friseur Haase and Friends. Wobei die „Friends“ aus dem schönen Neubrandenburg das Team enorm verstärkten.
Doch nicht gejammert. Wir haben die Neuruppiner Konkurrenz hinter uns gelassen und dabei die Lieblingsgegner Stadtwerke Neuruppin und Team Pflegefall im direkten Duell klar geschlagen. Im B-Finale selbst war dann die Spannung raus und wir ließen es etwas ruhiger angehen. Außerdem hatten unsere Red Sister noch ihren großen Auftritt.
Nach Jahren der Siegestreppchenabstinenz erreichten unsere starken Frauen den wohlverdienten 3. Platz im Woman Finale und alle freuten sich über einen neuen Pokal in unserer Sammlung.

Mai/ Juni

Am 6. Mai nutzten wir den schönsten Regentag um gemeinsam mit den Berlin-Startern (s.o.) zu grillen. Geschmeckt hat es trotzdem.

Trainiert wird ebenfalls fleißig und unter erstaunlicher Beteiligung. Aus dem Rehazentrum stoßen neue Leute zum Verein. Der Trainer läuft zur Hochform auf und fordert von allen das (Un)mögliche.
Der 26. Juni gehört wieder den Familien. Zum gemeinsamen Paddeln und Kaffeetrinken rückt die ganze Mink-Sippe an. Es wird viel gelacht und der Nachwuchs des ein oder anderen Teammitglieds bewundert.
Ein schöner Tag, der im nächsten Jahr nach einer Wiederholung mit größerer Beteiligung schreit.

Vom 19.6. bis 20.6. findet das Greifswalder Drachenbootfest auf der Ryck statt. Der Rote Max kann die Neuruppiner Farben diesmal nicht vertreten. Doch das Team „Pflegefall“ vertritt uns würdig.

Juli

Nach dem bitter kalten Winter beherrscht uns nun ein Jahrhundert-Sommer mit tropischen Temperaturen. Dauerhaft über 35°C kennt der gemeine Preuße eigentlich nur aus dem Urlaub in fernen Ländern. Hinzu kommt, dass nicht ein Tropfen Regen fällt.

Für 3 Teammitglieder bedeuten diese Temperaturen die optimale Vorbereitung für ihren Saisonhöhepunkt. Ende Juli starten unser Trainer Frank Seiler, Carla und Django bei den Team-Weltmeisterschaften im südchinesischen Macao. Wir drücken alle fest die Daumen und hoffen auf Edelmetall.

Ein hartes Trainingslager findet vom 30.7. bis zum 1.8. gemeinsam mit einigen wenigen Vertretern der Medical Dragons aus Brandenburg statt. An diesem Wochenende werden Carla, Django und unser Trainer tatsächlich vom Edelmetall nahezu erschlagen. Im Seniorenbereich räumen sie alles ab und gewinnen mehrfach Gold.
Gratulation!!!

August

Der große Preis von Schwerin wird traditionell auf dem innerstädtischen Pfaffenteich ausgefahren. Am Start sind gleich 3 Neuruppiner Mannschaften, die sich in fairer und sportlich vorbildlicher Art und Weise gegenseitig unterstützen. Der Rote Max verstärkt sich außerdem noch mit Freunden aus Brandenburg. Sportlich gesehen ist es ein Trainingslager unter Wettkampfbedingungen. Das Team Neuruppin, der Pflegefall und wir qualifizieren sich direkt für die Championsklasse und gehören damit zu den 40 besten Mannschaften am Start auf der 250 m Distanz. Der Rote Max stellt auf dieser Strecke einen neuen persönlichen Rekord auf und bleibt erstmals in Schwerin unter der magischen Grenze von 1 Minute. Zugegebenermaßen selten gab es auch so viel Rückenwind für uns.

Die 900 m – Langstrecke werden dagegen suboptimal gefahren und das Team bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Am Sonntag springt dann auf der Kurzstrecke der insgesamt 7. Platz im E-Finale heraus von mehr als 80 Mannschaften.

Ein Wochenende später sind zwei Teammitglieder wieder international unterwegs. Django und Anton starten bei den Europameisterschaften der Nationalteams in Amsterdam. Beide sind erfolgreich und fügen der persönlichen Medaillensammlung einige neue Exemplare hinzu. Am 25. August feiert das gesamte Team gemeinsam mit der versammelten Neuruppiner Drachenbootelite den 50. Geburtstag unserer mehrfachen Weltmeisterin Carla Haase.

Der Höhepunkt des Jahres ist wie nunmehr seit 2003 jedes Jahr die inoffizielle deutsche Meisterschaft im Drachenboot für Klinikmannschaften.

8. Deutscher Klinikcup in Brandenburg an der Havel

Vom Trainer optimal vorbereitet, hoch motiviert und mit der absoluten Bestbesetzung reisen die Mannschaften Red Sister und Roter Max am 27. August nach Brandenburg.
Wie im vergangenen Jahr in Koblenz bilden die Frauen gemeinsam mit den Brandenburger Frauen eine Renngemeinschaft. Diesmal unter den Namen „Flotte Lotte“.

Die Begrüßung ist wie immer herzlich. Über all die Jahre sind wahre Freundschaften entstanden und einige Geschenke werden ausgetauscht. Umarmungen folgen mit alten Bekannten aus Ulm, Arnsberg, Saarbrücken und Wiesbaden. Neue Mannschaften werden kritisch beäugt und einer ersten Schätzung unterzogen. Unser Quartier, ein Spargelstecherheim namens Bienenstock, entpuppt sich als bessere Unterkunft, als die die wir erwartet hatten.

Unser Team hat dem Veranstalter seine beiden Boote für die Rennen zur Verfügung gestellt. Das heißt früh aufstehen und mit anpacken. Die Medical Dragons vom städtischen Klinikum in Brandenburg haben die internationale Regattastrecke auf dem Beetzsee gebucht. Optimale Bedingungen also. Nur das Wetter kann sich nicht so richtig entscheiden. Mal Sonne, mal Regen, glücklicherweise angenehme Temperaturen.

Die ersten Vorläufe werden gestartet. Schnell kristallisieren sich die Favoriten heraus. Es sind die üblichen Verdächtigen aus Ulm, Saarbrücken, Brandenburg, Ribnitz-Dammgarten und wir sind ebenfalls vorne mit dabei. Jetzt mal im Ernst: Unerwarteter Weise beherrscht der Rote Max die Konkurrenz. In jedem Lauf wird die Bestzeit gefahren und im A-Finale überlegen die Goldmedaille gewonnen. Dies verdanken wir sicherlich auch unserem Steuermann, der am diesen Tage Frank hieß und uns freundlicherweise von den Hamburgern ausgeliehen worden ist.

Unsere Frauen sind gemeinsam mit den Brandenburgerinnen ebenfalls vorne mit dabei und sichern sich den 3. Platz. Mehr wäre sicherlich möglich gewesen, wenn es gemeinsame Trainingseinheiten gegeben hätte. Nun mal sehen vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Dann im wunderschönen Hamburg.

Besondere Freude löste bei uns der Besuch unserer treuesten Fans aus Schwaben und Belgien aus. Die Familie unseres unvergessenen Dottores reisten extra an und gaben an der Regattastrecke mit ihren Anfeuerungsrufen alles. Herzlichen Dank!!!

Dank gilt auch dem Veranstalter. Die Organisation wird schwer zu toppen sein. Die Siegerehrung verbunden mit der obligatorischen Party im Domstiftsgut Mötzow wird unvergessen bleiben. Bester Stimmung lief das Team dort nochmals zur Höchstform auf.

Damit heißt die Mission für nächstes Jahr: Titelverteidigung.

September

Was macht ein guter Trainer nach so einem Erfolg mit seiner siegreichen Mannschaft?
Er stellt noch höhere Ansprüche an das Training.
Kilometer schrubben ist angesagt. Die alte Saison wird für beendet erklärt und die neue Saison wird gestartet. Zur neuen Saison gehört nun mal Grundlagen-Ausdauer-Training. Die Inseltour bedeutet nicht mehr 7 Kilometer sondern glatte 10 Kilometer. Was eint die Mannschaft und stärkt das Teamgefühl? Gemeinsame Schmerzen und unverhohlener Groll auf den Trainer. Seili – Du wirst von allen geliebt.

Neben den harten Einheiten bildet der Ise-Cup in Hamburg eine willkommene Abwechslung.
Am letzten Septemberwochenende startet diese exklusive Traditionsveranstaltung bei der WSAP – Hamburg. Nach mehreren Jahren im Fun-Bereich gelingt es dem Team sich wieder einmal für die Sport-Kategorie zu qualifizieren. Die besten 12 Mannschaften gehören auf dieser Regatta dazu. Der Rote Max schafft es trotz bescheiden schönen 1. Vorlauf als 12. zu diesem erlauchten Kreis zu gehören. Die Bahnverteilung hat in diesem Jahr glücklicherweise auch nicht mehr diese selektive Funktion (siehe Bericht 2009).
Nach 3 spannenden Rennen, bei denen wir uns kontinuierlich verbessert haben auf eine neue persönliche Rekordzeit von 55,16 Sekunden, erreichten wir den 7. Platz.
Ein super Abschluss der aktiven Wettkampfsaison.

Oktober

Das Wassertraining wird nun eingestellt und der Kraftraum wieder in Beschlag genommen. Spaß haben ist also angesagt.
Eine schöne Ausnahme bildet das gemeinsame Abpaddeln aller Neuruppiner Mannschaften am 9. Oktober beim Neuruppiner Kanuverein. Abends wird nochmals der Grill angeschmissen.

 

Unsere Mannschaft beim Mai und Hafenfest 2007 in Neuruppin
Unsere Mannschaft beim Mai und Hafenfest 2007 in Neuruppin

Sektionsleiter Christian Coriand Stellv. Sektionleiterin Steffi Rode Finanzen Hannelore Gussmann
Sektionsleiter Christian Coriand Stellv. Sektionleiterin Steffi Rode Finanzen Hannelore Gussmann
     
Jugendwart Georg    

Jugendwart Georg

   
     
Trainer Frank Seile Co-Trainer Peter Zahnow  
Trainer Frank Seiler Co-Trainer Peter Zahnow  

 

Impressionen 2010


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